Unabhängiges, säkulares Nachschlagewerk zur Geschichte der Glocken. Keine Website des Danilow-Klosters, der Russisch-Orthodoxen Kirche oder der Harvard University; religiöse Beratung bieten wir nicht an.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Hier sind die Fragen gesammelt, die Leserinnen und Leser des Nachschlagewerks am häufigsten stellen: zum Projekt selbst, zu Glocken und zum Glockenläuten und zum Schicksal der Glocken des Danilow-Klosters. Die Antworten sind kurz und sachlich. Betrifft eine Frage Gottesdienste oder religiöse Praxis, beantworten wir sie nicht inhaltlich, sondern sagen, an wen man sich wenden kann: Solche Fragen klären die religiösen Einrichtungen selbst, nicht ein säkulares Nachschlagewerk.

Manchmal ist die hilfreichste Antwort, offen zu sagen, welche Frage ein Nachschlagewerk nicht beantworten sollte – und wohin man sich damit wenden kann.

— Aus der Redaktion

So ist die Rubrik aufgebaut: Eine Frage wird aufgenommen, wenn Leser sie häufig stellen und sich die Antwort neutral und anhand geprüfter Quellen geben lässt. Religiöse Beratung und Angaben über lebende Personen gibt es hier nicht.

Zum Nachschlagewerk

Ist das die Website des Danilow-Klosters?

Nein. Früher befand sich unter dieser Domain eine Website über die Glocken des Danilow-Klosters, doch das heutige Nachschlagewerk steht mit ihr in keiner Verbindung. Es ist keine Website des Klosters, der Russisch-Orthodoxen Kirche oder der Harvard University.

Wo erfahre ich Läute- und Gottesdienstzeiten?

Auf den offiziellen Kanälen des Klosters. Wir veröffentlichen keine Zeitpläne, Adressen und Kontakte religiöser Einrichtungen.

Geben Sie religiöse Auskünfte?

Nein. Wir bieten keine religiöse Beratung oder Unterweisung an. Das Nachschlagewerk berichtet über den Aufbau von Glocken, die Läutetradition und die Geschichte.

Woher stammen Ihre Angaben?

Aus enzyklopädischen Werken, darunter die Große Russische Enzyklopädie, sowie aus Veröffentlichungen der Harvard University über die Glocken des Lowell House. Bücher zitieren wir nicht, sondern geben ihren Inhalt in allgemeinen Worten wieder.

Zu den Glocken

Worin unterscheidet sich das russische Läuten vom westeuropäischen?

In der russischen Tradition hängt die Glocke still, und der Glöckner bewegt ihren Klöppel. In vielen westeuropäischen Traditionen, auch im deutschsprachigen Raum, schwingt die Glocke selbst.

Welche Arten des Läutens gibt es?

Die wichtigsten sind der Blagowest (gleichmäßige Schläge auf eine Glocke), der Perebor, der Pereswon und der Treswon. Kurze Definitionen finden Sie im Glossar.

Hat die Zarenglocke jemals geläutet?

Nein. Sie wurde 1735 von den Meistern Iwan und Michail Motorin gegossen, und 1737 brach bei einem Brand ein großes Stück von ihr ab.

Warum verschwanden in den 1920er- und 1930er-Jahren so viele Glocken?

In diesen Jahren wurden in der UdSSR viele Kirchenglocken abgenommen und eingeschmolzen. Mehr dazu in der Rubrik „Historischer Kontext“.

Zu den Danilow-Glocken

Wie kamen die Glocken nach Harvard?

1930 kaufte sie der amerikanische Industrielle und Mäzen Charles R. Crane und schenkte sie der Harvard University, um sie vor dem Einschmelzen zu bewahren. Vermittler war Thomas Whittemore.

Wie viele Glocken waren es?

Achtzehn: Siebzehn waren für das Lowell House bestimmt, eine für die Baker Library der Harvard Business School.

Wann kehrten die Glocken zurück?

Im Jahr 2008. Für das Lowell House wurden damals in der Glockengießerei „Vera“ in Woronesch Nachbildungen gegossen und aufgehängt.

Wer war Konstantin Saradschew?

Ein Glöckner und Musiker mit außergewöhnlichem Gehör (1900–1941). 1930 reiste er nach Harvard, um beim Aufhängen der Glocken zu helfen.

Quellen

  • Große Russische Enzyklopädie (Bolschaja rossijskaja enziklopedija)
  • Harvard University — Lowell House (Geschichte der Glocken)
  • Harvard Gazette / Harvard Magazine (2007–2009)
  • Enzyklopädische Quellen zur Geschichte der Glocken

Das Nachschlagewerk stützt sich auf enzyklopädische Werke und Veröffentlichungen der Harvard University. Gewichte, Anzahlen und Daten einzelner Glocken weichen in verschiedenen Quellen mitunter voneinander ab – wir geben nur geprüfte Angaben wieder und kennzeichnen, wo genaue Daten fehlen.